Wer will Wortgewalten halten
Die in deinem Herzen walten
Die schrillen Schreie innerer Kinder verstummen
In der Nacht der grenzenlosen Freiheit
Sieh zu wie du wirst
Ganz unbedarft
Im Schoße des Augenblicks
Im Strömen der Gezeiten
Der endlosen Weiten

Nimm Abstand und schau hin
Was du siehst bist nicht du

Nein, du bist nicht du.
Hör mir zu, ich rede mit DIR.
Wir formen ein WIR
Im stummen Treiben der Welten

Zwischen Wiegen und Altären
Zwischen Sterben und Gebären
Zwischen Generationen und Sehnen
In Tränen und Schmerzen

Bist du. Und ich.

Vereint, wie mir scheint.

Verstehenbleiben!

Hiergeblieben. Nicht so schnell mein Freund.
Du hast noch nicht gelauscht.
In der Stille spricht dein Wille
zu laut – es rauscht.

Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Du bist das unendliche Streben.
Dein Wille geschieht, wie im Himmel, so auf Erden
Kann es eigentlich noch viel schlimmer werden?

Im Alltag zerschellt dein Licht
Bricht deine Brandung am Einkaufszettel.

Nimm dir einen Keks, du ich.
Hinter deinem Gesicht bricht die Schicht noch nicht.
Im Gegensatz zu den Krümeln.

Lass endlich ab von dir.

02.06.2008